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Ungarn

Romantik im neuem Gewand

Man könnte eine Menge Ratschläge geben für einen Reise nach Ungarn. Eins jedoch - vielleicht das Wichtigste - kann man nur schwer vermitteln. Es klingt so schlicht, es scheint so einfach, doch gerade für uns Westeuropäer bedeutet es manchmal eine Kunst: Man sollte nach Ungarn viel Zeit mitnehmen. Gemeint ist nicht, dass man gleich seinen Urlaub um drei Monate verlängern sollte. Sich Zeit nehmen, das bedeutet: Man geht aufeinander ein, man nimmt Anteil am Mitmenschen, man hält in bestimmten Situationen inne. Vielleicht ist das das wichtigste Mitbringsel aus einem Urlaub in Ungarn: eine kleine Portion der magyarischen Gelassenheit.

 

Lage und Größe

Ungarn liegt genau im Mittelpunkt von Europa und etwa gleich weit entfernt vom Äquator und vom Nordpol. Begrenzt wird es im Norden durch die Slowakei, im Osten durch die Ukraine und Rumänien, im Süden durch Serbien und Kroatien und im Westen durch Slowenien und Österreich. Ungarn ist 93033 km² groß, das entspricht rund einem Prozent der Fläche Europas. Das Land ist damit etwa doppelt so groß wie die Schweiz. Rund zwei Drittel von Ungarn sind flach, und kaum 2% seiner Fläche liegen höher als 400m

 

Überraschende Vielfalt

Im Westen, entlang der österreichischen Grenze, schwingen die Ostalpen in sanften Wellen aus. Die kleine ungarische Tiefebene geht über in die lieblichen Hügel des Bakony-Waldes und die bizarren Vulkankegel am Balaton. Von diesem, dem “Ungarischem Meer” ( Mitteleuropas größtem See, geht zu allen Jahreszeiten - besonders aber im Frühling und Herbst - ein unvergleichlicher Zauber aus). Nördlich von Budapest zählt das Donauknie zu den schönsten Abschnitten des Stromes. Das nordungarische Bergland lädt mit seinen herrlichen Tropfsteinhöhlen und Karstregionen sowie dem weltberühmten Tokajer-Weingebiet ein. Landschaftlich interresantester Teil ist aber die schier endlose Weite der großen ungarischen Tiefebene mit ihrer Steppenfauna und -flora, mit Salzseen, Wanderdünen und echter Puszta, also urtümlichem Weideland.

 

 

Land des Heilwassers

Vielleicht verbirgt sich unter Ungarns Erdoberfläche ein Heilwassermeer, denn überall dort, wo gebohrt wird, stößt man mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Thermalquelle. Von den bisher nahezu 1300 erschlossenen Quellen sind etwa 80 in Budapest zu finden. In fast 70 Siedlungen wurden Heilbäder, Freibäder und überdachte Schwimmbäder mit Heil- und Thermalwasser sowie Kurhotels errichtet. Ungarn verfügt über verschiedene Heilwasserqualitäten, entsprechend unterschiedlich ist die Anwendung des Wassers, beispielweise zur Behandlung von rheumatischen Krankheiten, Erkrankungen des Bewegungsapperates, ebenso zur Behandlung von Haut- und Frauenleiden oder bei Erkrankungen des Verdauungs-, Knochen- und Nervensystems. Eine längere oder kürzere Kur kann sich als wirksames Mittel der Rehabilitation bzw. der Vorbeugung erweisen, denn man muss ja schließlich nicht unbedingt krank sein, um diese wunderbaren Gaben der Natur zu genießen.

 

Edle Tropfen

In Sachen geistiger Getränke hat sich in Ungarn in den letzten Jahren einiges getan. Schon immer waren die Ungarn eine Weinbaunation, gute Böden und 2000 Sonnenstunden pro Jahr bieten hierfür allerbeste Voraussetzungen. Doch zu sozialistischen Zeiten legte man mehr Wert auf Quantität als auf Qualität. Diese Methode der staatlichen Kellereien ist zum Glück Geschichte, die Vernünftigen unter den Winzern gewinnen allmählich die Oberhand. Überall im Land versuchen sich ehrgeizige private Weinbauern in der Herstellung hochwertiger Weine, oft mit überwältigendem Erfolg, und knüpfen somit an alte Traditionen an. Natürlich können Weine dieser Güte nicht zu Centpreisen verkauft werden, die Ungarn-Reisende seit Jahrzehnten gewohnt waren. Ein guter Wein ist sein Geld wert, denn in ihm steckt viel Arbeit. Dennoch ist ein guter Wein immer noch um ein Drittel preiswerter als ein vergleichbarer Franzose.


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